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NRW Independents #21: MILCH UND HONIG AUS ROTFRONT

ein Film von Hans-Erich Viet

am Dienstag, 22. September um 19.30 Uhr im Filmhaus Köln

Zu Gast: Hans-Erich Viet

In der Reihe NRW Independents heben wir Schätze aus dem Archiv der vom Filmbüro NW geförderten Filme. Für die 21. Ausgabe ist der Hamburger Filmemacher Hans-Erich Viet zu Gast mit seinem frisch digitalisierten Dokumentarfilm, den er 1999 in Kirgistan gedreht hat.

MILCH UND HONIG AUS ROTFRONT.
DE 2000, 116 Min. Farbe: sw. Regie / Buch: Hans-Erich Viet. Kamera: Thomas Keller. Produktion: Herbert Schwering.
Der Film erzählt die Geschichte eines kirgisischen Bruderpaares aus dem Dorf Rotfront, wo aus Ostfriesland ausgewanderte Mennoniten leben und noch heute Deutsch sprechen. Der eine Bruder ist nach Deutschland zurückgekehrt, der andere aus Überzeugung geblieben.
Deutscher Filmpreis 2001 / nominiert als Bester Dokumentarfilm

 

„Die Idee zu dem Film entstand im Mai 1995 auf einer Reise mehrerer deutscher Filme­ma­cher durch die zentral­asia­ti­schen Repu­bliken Kirgisien und Kasachstan. Wir stellten dort in einer ‚Deutschen Filmwoche‘ eigene Produk­tionen und Film­reihen vor. Acht Flug­stunden von Deutsch­land entfernt, lernten wir eine ganz andere deutsche Kultur der dort lebenden deutschen Minder­heiten kennen. Mitten in der asia­ti­schen Steppe, an den Ausläu­fern des Himalayas, leben Menschen, die sich wie selbst­ver­s­tänd­lich auf Deutsch unter­halten. Der Name ihres Dorfes ist ‚Rotfront‘, ein Erbe Stalins. Sowohl in kirgi­si­scher als auch in russi­scher Sprache ist die Aussprache dieses Namens deutsch. Die Hälfte der Dorf­be­wohner ist deutschs­tämmig und fast alle gehören der menno­ni­ti­schen Glau­bens­ge­mein­schaft an. Eine junge Familie lud uns zum Tee ein. ‚Deutsche Gemüt­lich­keit‘ empfing uns und die Leber­wurst war selbst gemacht und erinnerte an die eigene Kindheit. Der Film rückt die Geschichte des in Deutsch­land lebenden Vaters unserer Gast­ge­berin und seines in Kirgisien lebenden Bruders ins Zentrum. Erzählt wird die Geschichte unter­schied­li­cher deutschs­täm­miger Dorf­be­wohner und deren Moti­va­tion, in Kirgisien zu bleiben und sich dort lang­fristig eine Existenz aufzu­bauen. Zwischen Himalaya und Weser­berg­land will der Film Antworten zu Fragen über Ferne und Heimat, Sehnsucht und ihre Beschrän­kung geben, die über das Thema ‚Aussiedler‘ weit hinaus­gehen.“ (Hans-Erich Viet)

Zum Trailer des Films

9 € Normal, 8 € mit Köln- und Gildepass, 7 € für Zuschauende bis 24 Jahre

Eine Veranstaltung des Filmbüro NW e.V., gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

   

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