Symposium des Filmbüro NW am 1. Oktober 2026 im Filmhaus Kino Köln Seit einigen Jahren…

NRW Independents #21: MILCH UND HONIG AUS ROTFRONT
ein Film von Hans-Erich Viet
am Dienstag, 22. September um 19.30 Uhr im Filmhaus Köln
Zu Gast: Hans-Erich Viet
In der Reihe NRW Independents heben wir Schätze aus dem Archiv der vom Filmbüro NW geförderten Filme. Für die 21. Ausgabe ist der Hamburger Filmemacher Hans-Erich Viet zu Gast mit seinem frisch digitalisierten Dokumentarfilm, den er 1999 in Kirgistan gedreht hat.
MILCH UND HONIG AUS ROTFRONT.
DE 2000, 116 Min. Farbe: sw. Regie / Buch: Hans-Erich Viet. Kamera: Thomas Keller. Produktion: Herbert Schwering.
Der Film erzählt die Geschichte eines kirgisischen Bruderpaares aus dem Dorf Rotfront, wo aus Ostfriesland ausgewanderte Mennoniten leben und noch heute Deutsch sprechen. Der eine Bruder ist nach Deutschland zurückgekehrt, der andere aus Überzeugung geblieben.
Deutscher Filmpreis 2001 / nominiert als Bester Dokumentarfilm

„Die Idee zu dem Film entstand im Mai 1995 auf einer Reise mehrerer deutscher Filmemacher durch die zentralasiatischen Republiken Kirgisien und Kasachstan. Wir stellten dort in einer ‚Deutschen Filmwoche‘ eigene Produktionen und Filmreihen vor. Acht Flugstunden von Deutschland entfernt, lernten wir eine ganz andere deutsche Kultur der dort lebenden deutschen Minderheiten kennen. Mitten in der asiatischen Steppe, an den Ausläufern des Himalayas, leben Menschen, die sich wie selbstverständlich auf Deutsch unterhalten. Der Name ihres Dorfes ist ‚Rotfront‘, ein Erbe Stalins. Sowohl in kirgisischer als auch in russischer Sprache ist die Aussprache dieses Namens deutsch. Die Hälfte der Dorfbewohner ist deutschstämmig und fast alle gehören der mennonitischen Glaubensgemeinschaft an. Eine junge Familie lud uns zum Tee ein. ‚Deutsche Gemütlichkeit‘ empfing uns und die Leberwurst war selbst gemacht und erinnerte an die eigene Kindheit. Der Film rückt die Geschichte des in Deutschland lebenden Vaters unserer Gastgeberin und seines in Kirgisien lebenden Bruders ins Zentrum. Erzählt wird die Geschichte unterschiedlicher deutschstämmiger Dorfbewohner und deren Motivation, in Kirgisien zu bleiben und sich dort langfristig eine Existenz aufzubauen. Zwischen Himalaya und Weserbergland will der Film Antworten zu Fragen über Ferne und Heimat, Sehnsucht und ihre Beschränkung geben, die über das Thema ‚Aussiedler‘ weit hinausgehen.“ (Hans-Erich Viet)
9 € Normal, 8 € mit Köln- und Gildepass, 7 € für Zuschauende bis 24 Jahre
Eine Veranstaltung des Filmbüro NW e.V., gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

